Schlagwort-Archiv: Grundeinkommen

Bitte vormerken: Samstag den 22.04.2017

Das Bündnis Grundeinkommen und die AG Grundeinkommen der Initiative sammeln Unterschriften für die Zulassung zur Bundestagswahl am 24.09.2017.

Ok, Merkel wird nicht zittern, die Schulz Partei Deutschland nicht barmen, wenn wir uns am Samstag den 22.04.2017 mittags in der Nürnberger Innenstadt versammeln und dafür sorgen wollen, dass das Grundeinkommen auf den Wahlzetteln in Bayern steht. Wo, wie und wann genau, wird in den kommenden Tagen festgelegt.

Wer helfen kann und will, merke sich den Termin vor, ich zähle auf Deine Unterstützung.

Der höchste Kirchtum der Niederlande

steht in Utrecht. Interessanter Punkt. Interessanter aber ist Utrecht wegen eines Experimentes, das auch ein bedingungsloses Grundeinkommen miteinschließt. Die Stadt Utrecht schenkt einigen ihrer Bürger für ein Jahr ein bedingungsloses Grundeinkommen und testet das System in der Praxis.  Undenkbar bei uns: Dort ermuntert der Innenminister die niederländischen Kommunen sogar ihre Freiräume zu nutzen.

Soviel Experimentierfreude mit den Wohlfahrts- und Sozialsystemen könnten wir in Deutschland gut gebrauchen.  Also, meine Damen und Herren Minister, es gibt mehr zu tun als Asylanten und Einwanderer abzuwehren, den Sicherheits- und Überwachungsstaat hochzurüsten und wieder mal die Griechen an den Pranger zu stellen.

Wir dürfen gespannt sein.

Grundeinkommensexperiment in Utrecht

 

 

4 Tage Direkte Demokratie, Grundeinkommen und Recht auf Stadt!

Woran wird Erfolg gemessen? Zugegeben keine einfache Frage.

Vier Tage haben wir als kleine Initiative und Mitorganisator von „Wir sind die Quelle“ versucht Menschen ‚anzustubsen‘, mit ihnen zu diskutieren über mehr direkte Demokratie, Grundeinkommen und über gestalterische Spielräume in  der Stadt Nürnberg, wie sie z.B.  im riesigen Areal des Quellegebäudes möglich sind.

Das Versandhaus  Quelle, diese Wunschfabrik des Konsums eines wachsenden Wohlstands in der alten Bundesrepublik war enorm erfolgreich. Aber auch ein gigantischer „Fail“ oder Mißerfolg. Das Management verschlief das Internet. Der Rest ist abgewickelte Vergangenheit.  Was bleibt ist ein Gebäude mit fast 260.000 qm oder wie J.Stüttgen dazu anmerkte: „Gestrandetes Eigentum“.

Das jetzige Arbeits- und Wirtschaftsmodell ist auch enorm erfolgreich, die Demokratie etabliert wie nie zuvor in Deutschland, die Städte boomen. Alles bestens also?  Machen wir einfach weiter so? Wie beim  Versandhaus  Quelle mehren sich die Zeichen des Wandels:  Die Mehrung des Wohlstandes gelingt nur noch einigen, Arbeit wird prekär, Abeitsprozesse wandeln sich, Menschen wollen mehr Mitsprache, kreative Bürger suchen immer mehr Gestaltungsräume in der Stadt.  Es geht um Toleranz, Technik, Talent, Teilhabe und Transparenz.

Haben wir mit unseren Aktionen Erfolg gehabt?  Und woran läßt sich das festmachen?

Vielleicht daran, dass ich denke, dankbar zu sein. Dankbar für die Gelegenheit mit vielen wunderbaren Menschen zusammen einen öffentlichen Raum zu besetzen, den Platz vor der Lorenzer Kirche in eine Agora zu verwandeln. Dankbar und froh mit vielen Menschen diskutiert zu haben. Erlebt zu haben, dass politische Diskussionen geradezu gesucht werden, dass Menschen, die sich nicht kennen, miteinander diskutieren. Nein, Demokratiemüdigkeit ist da nicht zu spüren, sehr wohl aber Politiker und Parteienmüdigkeit.

Auch daran, dass wir mit vielen Initiativen zusammenarbeiten durften und zuletzt daran, dass nicht alles funktioniert hat.

 

Die Partei die Linke zeigt sich nachdenklich.

In ihrem Beitrag: Gesellschaftliche Kämpfe, Realpolitik und das Bedingungslose Grundeinkommen plädieren Antje Feiks und Thomas Dudzak dafür, sich dem Thema BGE  zu stellen und daraus eine weitergehende Vision einer solidarischen und freien Gesellschaft zu entwickeln.  So heißt es im Text. „Wir wollen über Ansätze eines Lebens in Gleichheit und größtmöglicher Freiheit für alle Menschen reden – über die gleiche Freiheit eines Lebens in Menschenwürde.“

Na dann mal los!

http://www.neues-deutschland.de/artikel/964202.nennen-wir-es-sozialismus.html

Netzwerktreffen in Nürnberg

Nürnberg in der Vorweihnachtszeit ist nicht nur für Besucher des Christkindlesmarkt eine Reise wert!RegioTreffen
Am Samstag den 29.11.2014 war die Initiative e.V. Gastgeberin des Regional-Treffens des Netzwerk Grundeinkommen für den süddeutschen Raum. Für einen Tag hatten wir uns vorgenommen über das Grundeinkommen, über den Stand der Diskussion und über die Perspektiven zu reden.
Der kleine Saal im Nachbarschaftshaus in Gostenhof füllte sich schnell. Einige Besucher hatten längere Anfahrten und schon einige Kilometer mit Bahn und Auto hinter sich.
Von Anbeginn entwickelte sich eine lockere Gesprächsatmosphäre in der man sich gleich kennenlernen konnte.
Nach einer kuzen Begrüßung durch Gerhard Toellner und Raimund Acker vom Netzwerk Grundeinkommen ging es unverzüglich zuwerke. Konkret hatten wir vor, über das BGE und die Verbindungen zu Gemeinwohlökonomie, Postwachstumsökonomie und alternativen Währungssystemen (z.B. Regionalged, Bitcoin etc) zu sprechen. Viele Besuchern waren zudem daran interssiert noch einmal grundlegend über Grundeinkommen(-smodelle) zu diskutieren und die anderen Themen dabei eher nur anzureißen. Es bildeten sich so zwei Gruppen, die sich getrennt voneinander zu diesen Themenkreisen austauschten. Am Ende wurden dann die Diskussionsergebnisse im Plenum vorgestellt und diskutiert. Heraus kam eine Menge ‚Input‘, wie eine Teilnehmerin sagte, ‚der erstmal verarbeitet werden muss‘.
Der Stein des Grundeinkommens wurde zwar nicht gefunden, dennoch waren die Besucher am Ende sehr zufrieden mit dem Treffen und über die Gespräche sowie die Kontakte untereinander. Insofern war das Treffen ein voller Erfolg.