Was würden Sie arbeiten, wenn für Ihr Einkommen gesorgt wäre?

„Trau keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast“, heißt ein bekanntes Bonmot. Wir haben nichts gefälscht, sondern einfach unsere Besucher am Stand in Nürnberg gefragt:

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und wir fragten zudem in welcher Höhe ein Grundeinkommen monatlich ausgezahlt werden sollte:

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Es ist klar, dass es sich nicht um eine repräsentative Umfrage handelt, sondern schlicht um ein Meinungsbild, dass uns jedoch interessant genug erschien, um es zu veröffentlichen.

 

Herzlich willkommen zu unserem monatlichen Treffen der Grundeinkommensinitiatve Nürnberg

25. Juli 2016 um 19:30 – 21:00

Wo:
Adam-Klein-Straße 6 Nürnberg

 

Wir freuen uns auf Euren Besuch

Südstadtfest, Roboter und Grundeinkommen

Nürnberg ist bunt.  Die Südstadt ist bunter . Auch wenn es einige nicht wahrhaben wollen, das Südstadtfest im Annapark zeigt  es jedes Jahr. Nürnberger mit Wurzeln aus vielen Ländern und Kontinenten grillen, feiern und schlemmen friedlich zusammen. Viele Initiativen, Vereine und Vereinen stellen sich vor. Darunter auch die bge initiative. stand8BGE INFO-Stand 2a

Und eine neue Spezies: Grundeinkommensroboter !

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Fazit: wir hatten viele gute Gespräche. Die Offenheit gegenüber der Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens war spürbar. Besonders erfreulich empfand ich den Umstand, dass besonders junge Menschen und Familien sich damit schon befasst hatten und die Idee gut heißen. Viele fragten, wie man das nun einführen könnte. Das allerdings ist eine lange Geschichte.

Wir wollen für euch arbeiten- Roboter auf dem Südstadtfest

Roboter sind auf dem Vormarsch. Müssen wir Angst haben?

Nein, ach was!  Jedenfalls nicht auf dem Südstadtfest in Nürnberg vom 1.Juli bis 3.Juli. Wir machen das noch selbst mit unserem Stand. Aber wir basteln uns einen attraktiven Roboterhelfer, der automatisch Aufmerksamkeit für das Grundeinkommen auf sich zieht. Keine Angst also: Hinter jedem tanzenden Roboter steckt immer ein schwitzender Mensch. Also unbedingt vorbeikommen.

Ja, schon!  Wir müssen Angst haben, dass viel mehr Tätigkeiten in Produktion, Vertrieb und Verkauf  mit viel weniger Menschen ausgeführt werden. Wir können Angst davor haben, dass wir weniger arbeiten müssen, dass uns Maschinen und Algorithmen Arbeit abnehmen. Wir sollten uns vielleicht davor ängstigen deswegen mehr Zeit zu haben, für Famile, Nachbarschaft, das Gemeinwesen, das Zusammenleben und die Politik. Wir werden uns vor freieren Entscheidungen fürchten, davor mehr Wahlmöglichkeiten zu haben. Wir können uns schließlich vor dem gelingenden, dem guten, ja möglicherweise glücklichen Leben ängstigen. Angst ist nichts prinzipiell Schlechtes, aber die Dosis macht das Gift. In der jetzigen Form des Zusammenlebens und Wirtschaftens, die den beständigen Wettbewerb Aller gegen Alle zur seligmachenden Idee erhebt, müssen wir eine Menge Angst ertragen: Arbeitsplatz, Einkommen, Abstieg, Alter,Überforderung, Vereinzelung, Migranten etc. Und jetzt noch Roboter. Oh, der tanzt ja, wie niedlich, vielleicht braucht man doch keine A….

Die Abstimmung über das Grundeinkommen in der Schweiz: eine Nachlese

Viel wurde geschrieben und diskutiert über das Grundeinkommen. Endlich, könnte man sagen und ein großer Erfolg für die Idee und die Bewegung. Das Thema Grundeinkommen ist ein wenig näher in die sagenumwobene Mitte der Gesellschaft gerückt. Dieser Erfolg ist aber auch ein Auftrag, denn ob er nachhaltig sein kann liegt auch an uns. Hier ein paar Links über die Berichterstatttung

Übersicht
Tagesthemen
Tagesschau
Wirtschaftswoche
Spiegel
Die Zeit

Kenia, eine ganz besondere Safari.

Safari heißt „Reise“ in der Landessprache Kisuaheli und diese geht zu bislang noch weithin  unbekannten Gefilden:

Ein bedingungsloses Grundeinkommen statt Entwicklungshilfe  will die US-amerikanische Spendenorganisation GiveDirectly in einigen ärmeren Dörfern in Kenia über einen längeren Zeitraum finanzieren und wissenschaftlich begleiten. Es wird ohne Gegenleistung und ohne Einmischung der Geber in die Entscheidung der Empfänger über die Verwendung des Geldes an alle Einwohner der ausgewählten Dörfer gezahlt. Mit 30 Millionen Dollar sollen 6000 Menschen ein Grundeinkommen erhalten. Dabei ist an eine Dauer von „mindestens 10 Jahren“ gedacht. Das ähnelt sehr dem Versuch in Namibia in Otjivero, der jedoch sehr viel kürzer angelegt und weniger Menschen mit einschloß. Wir dürfen gespannt sein.

Coburg spannt den Bogen zwischen Geschichte und Moderne

heißt es im schönsten Stadtmarketingjargon auf der Website der Stadt Coburg, [sie] verbindet Altes gekonnt mit Neuem. Nicht umsonst lautet das Stadt-Motto „Werte und Wandel“. Und was soll man noch anfügen: Genau darum geht es beim bedingungslosen Grundeinkommen. Also auf nach Coburg am Montag dem 25.4.2016  um 20:00h zur

Veranstaltung mit Daniel Häni und Philip Kovce mit dem Titel »Was fehlt, wenn alles da ist? Warum das bedingungslose Grundeinkommen die richtigen Fragen stellt«

 

Countdown: 75 Tage bis zur Volksabstimmung

über die Einführung eines bedingslosen Grundeinkommens in der Schwyz. Es werden viele Aktion bis zu diesem Termin stattfinden und wir wollen über einige schon heute informieren.

Eine schöne Aktion fand zum Wirtschaftgipfel in Davos (ihr wißt schon das Treffen der Reichen und Mächtigen) statt, hier könnt ihr das noch mal sehen:       Davos zum Tanzen bringen

Bis zu dem Abstimmungstermin am 5.6. möchte der Omnibus der Demokratie eine Unterschriftenaktion starten : Grundeinkommen abstimmen! Dort könnt ihr euch über die Aktion informieren und mitunterzeichnen.

Und was macht die Initiative? Nun, das mit dem Roboter hat uns gut gefallen. Möglicherweise taucht dieser auch in Nürnberg auf: vlt. im Casablanca mit einem Film, auf jeden Fall auf dem Südstadtfest und dem Sommerkiosk.

Fünf Sterne für das Bedingungslose Grundeinkommen

Zu Beppe Grillos Person und seiner Bewegung Movimento 5 Stelle kann frau & mann differenzierter Meinung sein. Er stellt trotzdem die richtigen Fragen und fordert radikales Umdenken

TAZ : Umdenken wie?

Beppe Grillo :Vorneweg wollen wir die Debatte über ein universelles, bedingungsloses Grundeinkommen eröffnen. Der Arbeitsplatz dient dazu, gerade die jungen Leute zu erpressen, du musst jede Arbeit annehmen und endest als frustrierter Mensch. Genau besehen entscheidet das Einkommen, nicht die Arbeit, darüber, ob du aus der Gesellschaft ausgeschlossen bist oder nicht. Wenn du drin bist, kannst du dann frei entscheiden, welcher Arbeit du nachgehen willst.

Hier das ganze Interview

 

ARBEITSMORAL ?

Als „Deutsche“ halten „WIR“ uns ja sehr zu Gute, ja tragen es als ständiges Klischee vor uns her, dass uns eine hohe Arbeitsmoral eigen ist. Wesensfremd dagegen erscheint uns Muße, da mit verderblichem Müßiggang verbunden. Selbst Freizeit oder Urlaub ist nur als zeitliche Abwesenheit von Arbeit zu rechtfertigen. Weil wir arbeiten sollen, können oder besser dürfen wir uns das leisten.  Wer nicht arbeitet macht sich schuldig an der Gemeinschaft und an sich selbst. Er verdient seine Frei(z)heit, sein Essen, seine Existenz nicht.

So könnte man in drastischer Kürze den Zusammenhang von Arbeit und Moral fassen. Moral ist immer das, was nach dem Brot kommt, eine Verweigerung kaum zuläßt und noch vor Vernunft und Anerkennung der Vielfalt kommt. Sie ist gelebte Enge.

Es wäre besser, statt über Arbeitsmoral zu moralisieren, sich an die Arbeit an der Moral zu machen: Moralarbeit statt Arbeitsmoral.

In diesem Sinne braucht es viele derartige Veranstaltungen:

Selbst jetzt in Zeiten von Industrie 4.0, 
der beginnenden Epoche der abnehmenden Arbeit 
durch die digitale Transformationen in allen
gesellschaftlichen Bereichen, erheben Gewerkschafter 
und Sozialdemokraten weiterhin die Forderung auf 
ein Recht auf Arbeit. Dies ist kein Fortschritt und 
nicht menschenwürdig: Es ist daher an der Zeit ein
„Recht auf Arbeitslosigkeit“ nicht nur zu denken, 
sondern auch gesellschaftlich durchzusetzen.
Ein Plädoyer für den Abschied vom Arbeitskult (Veranstaltung)