Ein Gespenst geht um in Europa

Filmabend im kleinen Saal im Nachbarschaftshaus Gostenhof. Wir zeigen den Dokumentarfilm: Freigestellt- Die Zukunft der Arbeit von Claus Striegel (2012, 90 min.)  http://www.frei-gestellt.com/

…nein, es ist nicht der Kommunismus. Es ist das Gespenst der Angst vor einer Arbeitsgesellschaft, der die Arbeit auszugehen droht. Angesichts von Digitalisierung, Automatisierung und Globalisierung scheint eins als relativ sicher: Die ARBEIT wird weniger und damit auch die Chance kontinuierlich eine Existenz durch Erwerbsarbeit sichern zu können. Der neoliberale Zwang zu Wettbewerb und Eigenvermarktung führt dazu, dass die Einen in strafvollzugsähnlichen Maßnahmen das Arbeiten ohne Arbeit trainieren und die meisten Anderen Angst vor diesem Abstieg haben und noch mehr strampeln. Armut im Alter, Armut bei Kindern, keine sicheren Arbeitsplätze für Berufsanfänger und jetzt auch noch die Konkurrenz durch Menschen, die als Flüchtlinge zu uns kommen. Kein Wunder, dass die Angst rechtspopulistische Anschauungen salonfähig macht.
Der Film „Freigestellt“  von Claus Striegel, den wir euch zeigen wollen, begibt sich auf die Reise in eine Zukunft, die schon längst begonnen hat: das Ende der Arbeitsgesellschaft. Doch jedes Ende ist auch Ausgangspunkt für Ideen, Visionen und reale Modellversuche. Darüber möchten wir mit Euch im Anschluss diskutieren.

Freitag den 23.09.2016 im Nachbarschaftshaus Gostenhof -Kleiner Saal;  Adam-Klein-Straße 6 90429 Nürnberg .                                    Beginn um 19.30h, Einlass 19:15h

fimabend

Das neue I-Phone ist da, das Steuergeld nicht.

„Faszinierend“(Spock) ist das schon: Apple soll 13 Milliarden (13.000.000.000) Euro Steuern nachzahlen, weil es praktisch von 2003 bis 2014 keine Steuern in Irland oder anderswo bezahlt hat. Statt der in Irland schon sehr niedrigen 12,5 prozentigen Steuer soll Apple 2014 auf seine in Europa erzielten und in Irland gebündelten Gewinne nur 0,005 Prozent Steuern gezahlt haben. Es lohnt, sich das mal genauer vor Augen zu führen: .

Von je 1000 €  Gewinn wurden gerade mal 5 cent steuerlich abgegolten. 

Wahrlich ein Schnäppchen. Die EU-Kommission will das Geld eintreiben, die irische Regierung kritisiert dies. Und wenn man jetzt glaubt verrückter wird es nicht mehr, wird man doch eines Besseren belehrt. Parlament und Regierung wollen  juristisch gegen die Entscheidung der Kommission vorgehen.

Noch wilder ist die Begründung: man beißt nicht den Apfel, aäh sorry die „Kartoffel“ (irischer Finanzminister) an, die man in den Boden pflanzen will.

Abgesehen davon , dass es eine sehr spezielle Kartoffel des irischen Finanzministers sein muss, wenn sie 11 Jahre im Boden verweilt ohne die geringste Aussicht auf Ertrag. Jeder Bauer würde das Unkraut entfernen. Nein, was er damit sagen will ist: Apple bringt der Insel 2500 Arbeitsplätze. Rechnen wir das mal nach:  11 Jahre durch 13 Mrd. € macht ungefähr  1,182 Milliarden € pro Jahr für 2500 Arbeitsplätze. Das sind dann

~472 800 € pro Arbeitsplatz und Jahr.  Das ist rekordverdächtig. Ein Arbeitsplatz bei Apple wird vom irischen Staat mit fast einer halben Millionen Euro subventioniert. Oder anders: Der irische Staatsbürger arm und hoch verschuldet, leistet es sich an Apple monatlich ~39.400€ pro Mensch zu zahlen, dafür, dass dieser für Apple arbeitet. Die Menschen in Irland zahlen also Geld dafür, dass sie arbeiten dürfen. Wahrlich, das ist ein paradiesisches Geschäft.

Ganz im Ernst: Ein bedingungsloses Grundeinkommen käme billiger!

Und jetzt noch für die Zahlenverliebten:~472 800 €  oder in Kartoffeln (Erzeugerpreis) ausgedrückt: 3.152.000 kg oder 3152 Tonnen Kartoffeln pro Arbeitsplatz /p.a.    Im Schnitt kommen auf ein Kilo Kartoffeln 18 Knollen (Bioqualität). Damit läßt sich ein Fläche von 4 m² ansäen. Mit 3152 Tonnen Kartoffeln läßt sich also ein Fäche von 12.608.000 qm²  oder umgerechnet 12,61 Quadratkilometer bepflanzen. Für alle Arbeitsplätze von Apple wäre das ein Fläche von 31 tausend 525 km² mit Saat-Kartoffeln bestückt.  Das ist beinahe die halbe Gesamtfläche von Irland. Aber wie das Sprichwort so sagt:“Eine Kartoffel in der Hand ist besser als Millarden Kartoffeln im halben Land.“ o.s.ä.

 

Aus der Sommerfrische in den heißen Herbst:

 

Unsere Termine für die Woche des Grundeinkommens

  • 14.09.2016  Robot-co-working
  • 19.09.2016  Infostand
  • 23. 09. 2016 Filmabend

Es gibt viel zu tun (wie eigentlich immer), diesmal jedoch ganz konkret:

Nächste Woche montags am 19.09.2016,werden wir in der Karolinenstraße (bei Karstadt) einen Stand aufbauen. Damit beginnen wir um 11:55 h. Abbau soll  gegen 19:00h stattfinden Wir wollen dort über  Digitalisierung, Automatisierung, das Verschwinden der Arbeit und das bedingungslose Grundeinkommen informieren.

Mit am Start sollen unsere fantastischen Roboter sein.  Seid dem letzten Einsatz sind diese schon etwas eingerostet. Um diese nochmal richtig fit zu bekommen, wollen wir uns an diesem Mittwoch den 14.09.2016 ab 19:00h bei Brigitte treffen.  Atelier Kunst & Therapie Wodanstraße 5, RückGebäude  90461 Nürnberg.

Das führt gleich zum nächsten Termin: Am 23. 09. 2016 zeigen wir im  Nachbarschaftshaus Gostenhof im kleinen Saal den Film  “ Freigestellt “ von Claus Striegel  (http://denkmal-film.de/#freigestellt  und   http://frei-gestellt.com/kurz_und_knapp.html) Beginn ist 19:30h. Vorbereitung und Aufbau ab 18:30h.

„Oh, klingt gut. Was kann, was soll ich tun?“

Ganz einfach : Termine vormerken, kommen, andere informieren und einladen und vorbeikommen.

Was würden Sie arbeiten, wenn für Ihr Einkommen gesorgt wäre?

„Trau keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast“, heißt ein bekanntes Bonmot. Wir haben nichts gefälscht, sondern einfach unsere Besucher am Stand in Nürnberg gefragt:

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und wir fragten zudem in welcher Höhe ein Grundeinkommen monatlich ausgezahlt werden sollte:

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Es ist klar, dass es sich nicht um eine repräsentative Umfrage handelt, sondern schlicht um ein Meinungsbild, dass uns jedoch interessant genug erschien, um es zu veröffentlichen.

 

Herzlich willkommen zu unserem monatlichen Treffen der Grundeinkommensinitiatve Nürnberg

25. Juli 2016 um 19:30 – 21:00

Wo:
Adam-Klein-Straße 6 Nürnberg

 

Wir freuen uns auf Euren Besuch

Südstadtfest, Roboter und Grundeinkommen

Nürnberg ist bunt.  Die Südstadt ist bunter . Auch wenn es einige nicht wahrhaben wollen, das Südstadtfest im Annapark zeigt  es jedes Jahr. Nürnberger mit Wurzeln aus vielen Ländern und Kontinenten grillen, feiern und schlemmen friedlich zusammen. Viele Initiativen, Vereine und Vereinen stellen sich vor. Darunter auch die bge initiative. stand8BGE INFO-Stand 2a

Und eine neue Spezies: Grundeinkommensroboter !

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Fazit: wir hatten viele gute Gespräche. Die Offenheit gegenüber der Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens war spürbar. Besonders erfreulich empfand ich den Umstand, dass besonders junge Menschen und Familien sich damit schon befasst hatten und die Idee gut heißen. Viele fragten, wie man das nun einführen könnte. Das allerdings ist eine lange Geschichte.

Wir wollen für euch arbeiten- Roboter auf dem Südstadtfest

Roboter sind auf dem Vormarsch. Müssen wir Angst haben?

Nein, ach was!  Jedenfalls nicht auf dem Südstadtfest in Nürnberg vom 1.Juli bis 3.Juli. Wir machen das noch selbst mit unserem Stand. Aber wir basteln uns einen attraktiven Roboterhelfer, der automatisch Aufmerksamkeit für das Grundeinkommen auf sich zieht. Keine Angst also: Hinter jedem tanzenden Roboter steckt immer ein schwitzender Mensch. Also unbedingt vorbeikommen.

Ja, schon!  Wir müssen Angst haben, dass viel mehr Tätigkeiten in Produktion, Vertrieb und Verkauf  mit viel weniger Menschen ausgeführt werden. Wir können Angst davor haben, dass wir weniger arbeiten müssen, dass uns Maschinen und Algorithmen Arbeit abnehmen. Wir sollten uns vielleicht davor ängstigen deswegen mehr Zeit zu haben, für Famile, Nachbarschaft, das Gemeinwesen, das Zusammenleben und die Politik. Wir werden uns vor freieren Entscheidungen fürchten, davor mehr Wahlmöglichkeiten zu haben. Wir können uns schließlich vor dem gelingenden, dem guten, ja möglicherweise glücklichen Leben ängstigen. Angst ist nichts prinzipiell Schlechtes, aber die Dosis macht das Gift. In der jetzigen Form des Zusammenlebens und Wirtschaftens, die den beständigen Wettbewerb Aller gegen Alle zur seligmachenden Idee erhebt, müssen wir eine Menge Angst ertragen: Arbeitsplatz, Einkommen, Abstieg, Alter,Überforderung, Vereinzelung, Migranten etc. Und jetzt noch Roboter. Oh, der tanzt ja, wie niedlich, vielleicht braucht man doch keine A….

Die Abstimmung über das Grundeinkommen in der Schweiz: eine Nachlese

Viel wurde geschrieben und diskutiert über das Grundeinkommen. Endlich, könnte man sagen und ein großer Erfolg für die Idee und die Bewegung. Das Thema Grundeinkommen ist ein wenig näher in die sagenumwobene Mitte der Gesellschaft gerückt. Dieser Erfolg ist aber auch ein Auftrag, denn ob er nachhaltig sein kann liegt auch an uns. Hier ein paar Links über die Berichterstatttung

Übersicht
Tagesthemen
Tagesschau
Wirtschaftswoche
Spiegel
Die Zeit

Kenia, eine ganz besondere Safari.

Safari heißt „Reise“ in der Landessprache Kisuaheli und diese geht zu bislang noch weithin  unbekannten Gefilden:

Ein bedingungsloses Grundeinkommen statt Entwicklungshilfe  will die US-amerikanische Spendenorganisation GiveDirectly in einigen ärmeren Dörfern in Kenia über einen längeren Zeitraum finanzieren und wissenschaftlich begleiten. Es wird ohne Gegenleistung und ohne Einmischung der Geber in die Entscheidung der Empfänger über die Verwendung des Geldes an alle Einwohner der ausgewählten Dörfer gezahlt. Mit 30 Millionen Dollar sollen 6000 Menschen ein Grundeinkommen erhalten. Dabei ist an eine Dauer von „mindestens 10 Jahren“ gedacht. Das ähnelt sehr dem Versuch in Namibia in Otjivero, der jedoch sehr viel kürzer angelegt und weniger Menschen mit einschloß. Wir dürfen gespannt sein.

Coburg spannt den Bogen zwischen Geschichte und Moderne

heißt es im schönsten Stadtmarketingjargon auf der Website der Stadt Coburg, [sie] verbindet Altes gekonnt mit Neuem. Nicht umsonst lautet das Stadt-Motto „Werte und Wandel“. Und was soll man noch anfügen: Genau darum geht es beim bedingungslosen Grundeinkommen. Also auf nach Coburg am Montag dem 25.4.2016  um 20:00h zur

Veranstaltung mit Daniel Häni und Philip Kovce mit dem Titel »Was fehlt, wenn alles da ist? Warum das bedingungslose Grundeinkommen die richtigen Fragen stellt«